Elektrobefischung 2010:

Ende September 2010 wurde im Kanzelbach im Auftrag der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg eine Elektrobefischung durchgeführt. Die Maßnahme dient zur Bestandserhebung und zur Verfolgung der Bestandsentwicklung Sie soll deshalb in einem Jahr wiederholt werden. Bei der Elektrobefischung werden die Fische durch Einleitung von Strom kurzzeitig gelähmt und nach der Datenerfassung wieder unbeschadet zurückgesetzt.  Die Befischung fand unterhalb der Geißenbacheinmündung (nähe Firma Kling Malz) auf einer Gewässerstrecke von 150 Metern statt. Es wurden folgende Fischarten und Größenklassen nachgewiesen:

Die Besatzmaßnahmen unseres Vereins mit Bachforellen haben sich also erfolgreich bestätigt. Erfreulicherweise konnte durch den Nachweis von sehr kleinen Bachforellen aber auch nachgewiesen werden, dass sich die Forellen selbst vermehren. Überraschend war insbesondere der Nachweis ein Bachneunauges.

Infos zu Bachneunaugen:
Bachneunaugen ähneln vom Aussehen stark einem Aal. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt es in einem drei bis fünf Jahre dauernden Larvenstadium. Während dieser Zeit kann man es kaum sehen, denn es versteckt sich im Sand und zur Nahrungsaufnahme schaut nur der Kopf heraus. Nach dieser Phase wandelt es sich in ein erwachsenes Bachneunauge um (Metamorphose). Nach dieser Phase nehmen die Tiere keine Nahrung mehr auf, es geht nur noch um die Fortpflanzung. Zwischen April und Juni schließen sich die Bachneunaugen zu Rudeln mit ca. 10 Tieren zusammen und graben Laichgruben aus. Nach der Eiablage sterben die Tiere.

Elektrobefischung 2011:

Am 31.08.2011 fand im Kanzelbach eine wiederholende Fischartenbestandserhebung statt. Hierzu wurde im Auftrag der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg eine Elektrobefischung durchgeführt. Die Maßnahme dient zur Bestandserhebung und zur Verfolgung der Bestandsentwicklung. Bei der Elektrobefischung werden die Fische durch Einleitung von Strom kurzzeitig gelähmt und nach der Datenerfassung wieder unbeschadet zurückgesetzt. Die Befischung fand unterhalb der Geißenbacheinmündung (nähe Firma Kling Malz) auf einer Probestrecke von 150 Metern statt. Der Gewässerzustand der Kanzelbach wurde in der Probestrecke als "ökologisch gut" eingestuft. Es wurden folgende Fischarten und Größenklassen nachgewiesen:

Im Vergleich zur Elektrobefischung im vorangegangenen Jahr hat sich am Bestand der Bachforellen nahezu nichts verändert. Gleiches gilt für den Groppenbestand, wobei aber hier zusätzlich ein sehr hohes Aufkommen von ca. 60 Junggroppen unter 5 cm festzustellen ist. Im Bereich der Probestrecke fanden übrigens keine Besatzmaßnahmen statt. Erfreulicherweise konnte durch den Nachweis von sehr kleinen Bachforellen bestätigt werden, dass sich die Forellen selbst vermehren.

Zur Info: Unser Verein hat in den letzten Jahren schwerpunktmäßig Fischbesatzmaßnahmen zwischen Schotterersbrücke und Mehrzweckhalle durchgeführt, weil auf dieser Gewässerstrecke mehrfach Fischsterben durch Einleitung von Schadstoffen aufgetreten sind.