Wissenswertes: Fischartenvielfalt im Neckar

Im Neckar zwischen Mannheim und Heidelberg wurden in den Jahren 2004 bis 2005 mit der Versuchsfischerei insgesamt 30 Fischarten direkt nachgewiesen. Zusätzlich wurden über die Fangmeldung der Fischerei und über Zählungen am neuen Fischpass in Ladenburg 6 weitere Fischarten registriert. Im Frühjahr 2007 konnten im Fischpass Ladenburg sogar ein Lachs und eine Meerforelle gefangen werden. Viele Arten, die üblicherweise im unteren Neckar zahlenmäßig hohe Bestandsdichten ausbilden müssten, sind derzeit allerdings stark unterrepräsentiert. Aufgrund der geringen nachgewiesenen Jungfischzahlen ist von einer hohen Gefährdung zahlreicher Arten auszugehen. Das Fangergebnis der Fischerei ist in den vergangenen 15 Jahren von 25t auf 8t zurückgegangen. Auffallend ist, dass der Fang der Erwerbs- und Freizeitfischerei mit dem Eintreffen der ersten Kormorane signifikant zurückgegangen ist. Inzwischen sind jagende Kormorane ein prägendes Bild im Unteren Neckar.

Quelle: Studie der Fischereibehörde Karlsruhe, des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg, des Badischen Sportfischerverbandes e.V. und der Rhein-Neckar-Pachtgemeinschaft e.V. von 2007. Link zur kompletten Studie.

 

Studie am Unteren Neckar: "Vom Wildfluss zur Wasserstraße“

Die Studie ist zum Lesen sehr zu empfehlen. und kann über diesen Link aufgerufen werden.

Details:
Am Mittwoch, den 2. April 2008 war unser Verein mit zwei Vertretern in Edingen-Neckarhausen anwesend, als eine Untersuchungsstudie zur Fischsituation im Unteren Neckar dem VFG übergeben wurde. Diese Studie ist mit sehr viel Mühe über mehrere Jahre hinweg von der Fischereibehörde des Regierungspräsidiums erstellt worden und dokumentiert die Entwicklung der Fischfauna und Fischerei ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Insbesondere sind die Auswirkungen durch den Bau von Staustufen auf die Artenvielfalt, die Bestandssituation und die Jungfischentwicklung beschrieben.

 

Schutzprogramm Aal

Weitere Infos über diesen Link

 

Neue Kormoranverordnung

Mitte Juli 2010 wurde von der Landesregierung Baden-Württemberg eine neue Kormoranverordnung beschlossen. Außerhalb der Schutzgebiete und der bebauten Bereiche dürfen Kormorane künftig vom 16. August bis 15. März eines jeden Jahres ohne behördliche Genehmigung abgeschossen werden. Veröffentlichung im Gesetzblatt für Baden-Württemberg erfolgte in Ausgabe Nr. 12, 6. August 2010, S. 527.
Grund: Der Kormoranbestand hat sich seit dem Winter 2002 von 6.000 bis 7.000 Vögel auf 10.000 Exemplare im Winter 2009 und damit um etwa 50 Prozent erhöht. Im selben Zeitraum sei der der Brutbestand von 279 Paaren auf 600 Paare angewachsen. Über ein neues Monitoring wird die Entwicklung des Kormoranbestandes überwacht.
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